DER HUND UND SEINE LEBER

Beim Hund ist eine Lebererkrankung leider nichts seltenes, jedoch ist die Leber extrem regenerationsfähig!

Die Leber erfüllt viele verschiedene, sehr komplexe Aufgaben des Stoffwechsels. Sie entgiftet und macht die Giftstoffe für die Niere ausscheidungsfähig. Zudem speichert die Leber  Eisen und spielt eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung. Es gibt eine Vielzahl von Lebererkrankungen, die durch Viren, Bakterien, Parasiten oder auch Medikamenten ausgelöst werden können. Zu den wesentlichen Erkrankungen zählen akute Leberentzündungen (z.B. durch Vergiftung, Medikamente, körperliche Überlastung etc.), Leberinsuffizienz, Leberabszess, Leberzirrhose, Leberverfettung (Lipidose) und Leberkrebs.

 

Wie macht sich eine Lebererkrankung bemerkbar?

  • Appetitverlust
  • Gewichtsverlust
  • Gelegentliches bis häufigeres Erbrechen und/oder Durchfallerscheinungen
  • hellgelb gefärbter Kot
  • Schwellungen des Bauches
  • vermehrtes Trinken
  • häufiges Harnlassen
  • Demenz
  • Wesensveränderungen
  • Schwäche
  • Gelbfärbung der Augen und anderer Schleimhäute (bei fortschreitender Erkrankung)

 

Wir empfehlen einen Bluttest zur Prüfung der Leberwerte erstellen zu lassen. Ein erhöhter Leberwert wird jedoch auch bei Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion, Schockzustände, Mangelernährung bzw. durch die Gabe von Medikamenten angezeigt. Deshalb ist zusätzlich auch eine Harnuntersuchung und gegeben falls eine Ultraschalluntersuchung unumgänglich.

 

Um die Leberfunktion zu entlasten und den Speicher in der Leber wieder herzustellen (Erholung der Leber), sollte eine Leberdiät durchgeführt werden:

 

Das Wesentliche daran ist, dass durch die Nahrungsmittel im Darm keine freien Fettsäuren oder Giftstoffe entstehen. Daher sollen Kohlehydrate (Reis, Nudeln, Kartoffeln) möglichst viel vom Kalorienbedarf decken (70 –100 kcal/kg/Tag) und die Nahrungsproteine auf ein Minimum beschränkt werden. Es biete sich an einen hochwertigen Eiweißträger wie Hüttenkäse oder Magerquark zu füttern.

 

Erlaubte Lebensmittel/Nahrungsergänzungsmittel sind:

  • Huhn, Lamm, Putenfleisch, mageres Rindfleisch, Leber, fettarmer Fisch (Kabeljau, Zander, Pangasius)
  • Eier (hartgekocht oder rohes Eigelb)
  • Fettarmer Hüttenkäse, Magerquark
  • Nudeln, Reis, Kartoffeln, Hirse
  • Rote Beete, Spinat, Brokkoli, Karotten, Sellerie
  • Kräuter wie Löwenzahn (regt die Leberaktivität an), Mariendistel (schützt die Leber), Klette (entgiftet)
  • Vitamin C (hilft die Leberzellfunktion wieder herzustellen)
  • Vitamin B (ist wichtig für die Blutkörperherstellung)
  • Vitamin E (hilft bei Leberentzündungen)
  • Lecithin (entgiftend)
  • Enzyme (hilft bei der Verdauung von Proteinen und Fette)
  • Spurenelemente wie Meeresalgen und Mikroalgen (wichtig für die Leberfunktion)
  • Calciumcarbonat (wichtig für den Phosphorausgleich)

 

Unsere Rezeptvorschläge sind für einen ca. 10kg-Hund pro Tag (der Bedarf kann je nach Hund individuell variieren). Die Tagesmenge sollte auf 3-4 Portionen verteilt gefüttern werden:

Rezept 1

115 g Rinderhackfleisch (gekocht bzw. sanft angebraten)

1 großes Ei hartgekocht

350 g gekochter Reis ohne Salz

¼ TL Calciumcarbonat

1 Kapsel Vitamin B Komplex

 

Rezept 2

250g fettarmer Hüttenkäse

250g gekochte Hirse (ca 50g Trockenzustand)

100g Brokkoli

250mg Vitamin C

 

Rezept 3

150g gekochte und pürierte Kartoffeln

100g gekochte pürierte Karotten

100g gekochter pürierter Spinat

50g gekochte Rinderleber

2 TL Bierhefe (Vitamin B Lieferant)

Die Helfer bei Lebererkrankungen:

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