WELCHES ÖL IST FÜR UNSERE HUNDE GEEIGNET?

Grundsätzlich sollte zur Hundefütterung nur kaltgepresstes (natives) Öl verwendet werden, da bei der Warmpressung die wertvollen Fettsäuren zerstört werden. Wir haben für Sie die häufigst angewendeten Öle und deren Nährstoffe zusammengefasst.

 

Arganöl: Hoher Gehalt an natürlichen Tocopherolen (Vitamin E), ungesättigten Fettsäuren und Phytosterinen. Hilft bei Hautproblemen, Neurodermitis und Schuppenflechte beim Hund. Es unterstützen auch bei rheumatischen Erkrankungen und fördert das Immunsystem, verringert die allergischen und entzündlichen Reaktionen im Organismus. (2-6 Tropfen täglich)

  

Borretschöl: Reich an Omega-3 und 6 Fettsäuren, hoher Gehalt an Kieselsäure und Kaliumnitrat. Positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System, hilft bei trockener Haut, entzündlichen Erkrankgungen z.B. Ekzemen, Erkrankungen der Gelenke z.B. Arthrose.

 

Chiaöl: Eines der Öle mit den meisten Omega-3 Fettsäuren. Die guten Eigenschaften des Chiaöls ähneln denen des Leinöls. Durch seinen Gehalt an Tocopherolen (Vitamin E) ist es aber viel besser haltbar. Sorgt für schönes Fell und ist zudem auch bei Magenproblemen einsetzbar.

 

Distelöl: Hoher Vitamin E Gehalt. Größter Anteil an Linolsäuregehalt (Omega 6) und Omega-3 Fettsäuren. Wirkt sich positive auf das Fell aus, pflegt die Krallen, baut das Immunsystem auf und fördern den Heilungsprozess bei Enzündungen, Prellungen/Stauchungen und kleinen Wunden. Distelöl fördert angeblich das Wachstum von Krebszellen, ist jedoch nicht 100% erwiesen. (2-3x pro Woche, 1 Teelöffel pro 10kg)

 

Dorschlebertran: Ist zwar nicht kaltgepresst - jedoch trotzdem wichtig. Das Vitamin D im Tran fördert die Calcium- und Phosphorabsorption im Darm und sorgt für einen starken Knochenbau, schönes Fell und beugt Haarausfall vor. Oft sind preiswerte Pflanzenöle beigemischt, bitte genau auf die Zusammensetzung achten! (1-2x pro Woche 1/2-1 Teelöffel)

 

Erdnussöl: Enthält überwiegend Omega-6 Fettsäuren und sollte deshalb nur selten gefüttert werden. Wichtig ist immer ein ausgewogenes Verhältnis an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, das im  Erdnussöl nicht enthalten ist. Es kann jedoch zugefüttert werden, wenn ein Hund an Gewicht gewinnen soll - es empfiehlt sich jedoch hin und wieder lieber etwas Erdnussbutter zu füttern, diese enthält viele wichtige Nährstoffe.

 

Hanföl: Gilt als eines der wertvollsten Öle. Dieses Öl weist einen hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren wie z.B. Linolsäure (Omega-6) und Alpha-Linolensäure (Omega-3) auf und enthält wertfolle Vitalstoffe. Antibakteriell, entzündungshemmend, hilft bei Hautproblemen, Allergien, stimuliert das Immunsystem, positive Einfluss auf den gesamten Stoffwechsel und kann gut zur Leistungssteigerung beigemengt werden.  (täglich 1/2-1 Teelöffel)

 

Kokosöl: Kokosöl hat einen hohen Anteil an Laurinsäure. Die Laurinsäure ist in der Lage, verschiedene Krankheitserreger, wie Bakterien, Viren und vermutlich auch Pilze, zu bekämpfen, kann aber auch gut bei Arterienverkalkung, Übergewicht und Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt werden. Ob Kokosöl auch tatsächlich bei Wurmbefall schützt? Darüber streiten die Geister... (täglich ca. 1g/10kg)

 

Krillöl: Kann besser verstoffwechselt werden als Lachs- oder Pflanzenöl.Es ist sehr reich an Omega-3 Fettsäuren und enthält zudem Omega-6 und Omega-9. Das besondere an Krillöl ist  das enthaltenen Astaxanthin, das der Entstehung von freien Radikalen entgegen wirkt. Krillöl wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd, wirkt bei Allergien und Heuschnupfen, bei Gelenksproblemen, bei Beschwerden von Herz- und Kreislauf, schützt die Gefäße, erhöht die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, die Zellstabilität und sorgt für schönes Fell und starke Krallen.

 

Kürbiskernöl:  Ist reich an Provitamin A und den Vitaminen B,C und E. Es enthält Kalcium, Magnesium, Eisen, Selen, Zink und mehrfach ungesättigte Fett- und Linolsäuren. Kürbiskernöl wirkt entgiftend und entzündungshemmend bei Nieren-, Blasen- und Harnwegsentzündungen. Eine regelmässige Anwendung kann angeblich auch Wurmbefall vorbeugen. (1-2 Teelöffel täglich)

 

LachsölBesonders geeignet für Hunde mit Haut- und Fellproblemen wie z.B. Allergie, trockener Haut, Haarausfall, Juckreiz, Schuppen und mattem Fell. Täglicher Gebrauch kann vorbeugend und heilend wirken.  Reines Lachsöl aus 100% frischem Lachs liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Auch für das Immunsystem sowie verschiedene Organe und Gewebe haben diese Fettsäuren eine positive Wirkung. (1-4 Teelöffel täglich)

  

Leinöl: Überzeugt durch einen hohen Gehalt von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Es sorgt für ein glänzendes Fell und stärkt das Immunsystem, hilft bei Magen-, Darm-, Leber-, Haut-, Herz-, Kreislauf- und Gallenerkrankungen. Leinöl wirkt zudem unterstützend zur Behandlung von Krebserkrankungen als Bestandteil der Öl und Eiweißkost. (täglich 1-4 Teelöffel)

 

Maiskeimöl: Enthält Omega-6-Fettsäuren und etwa die Hälfte mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Zudem einen hohen Vitamin-E-Gehalt. Auch dieses Öl soll bei übermäßigem Verzehr das Wachstum von Krebszellen, laut skandinavischer Studien mit Hunden, fördern und deshalb sollte es selten oder gar nicht gegeben werden.

 

Nachtkerzenöl: Hat einen großen Anteil an Aminosäuren und Mineralien sowie Vitamine (vorallem Vitamin E). Hilft zudem durch den hohen Gamma-Linolensäure-Gehalt gegen viele Krankheitsbilder. Hauterkrankungen, Arthritis, Asthma, Allergien und Verdauungsstörungen. (1/4 - 3 Teelöffel täglich)

 

Olivenöl: Enthält besonders viel Vitamin E, Vitamin A, Spurenelemente wie Phosphor und Eisen. Olivenöl fördert nachweislich den Kreislauf, den Verdauungsapparat, die Haut und den Knochenbau. Olivenöl enthält mehr Omega-6 als Omega-3 Fettsäuren und sollte deshalb eher selten verfüttert werden.  (1-4 Teelöffel täglich)

 

RapsölDas Öl mit dem höchstem Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren (65 g/100 g Ölsäure), Omega 6 – Fettsäure (20% Linolsäure), 9% Omega-3-Fettsäure (Alpha-Linolensäure) und mittlerem Vitamin- E-Gehalt ( 23 mg/100 g) und Vitamin A 3 mg/100 g). Rapsöl ist somit eigentlich nicht wirklich besonders gesund.

 

Sanddornöl: Die Vitaminbombe ist sehr hilfreich bei Magenproblemen, es kleidet die Schleimhaut aus, wirkt wundheilend und antibakteriell. Sanddornöl enthält Vitamin C, Vitamin B12, Vitamin E, Beta-Carotin, Beta-Sitosterol und Flavone. Vor allem die Fettsäuren alpha-Linolen und die Palmitoleinsäure sind besonders, da sie in anderen Pflanzenölen nur in Spuren oder gar nicht vorkommen. (täglich 1-4 Teelöffel)

 

Sesamöl: Sesamöl kann etwas, das andere Pflanzenöle nicht können: Es kann als einziges Pflanzenöl Giftstoffe, die sich im Fettgewebe ablagern, herauslösen. Es soll ebenfalls einen positiven Einfluss auf den Blutcholesterinspiegel und die Blutfettwerte haben. Die enthaltene Linolsäure ist für den Aufbau der Zellwände unabkömmlich. (1/2-3 Teelöffel täglich)

 

Schwarzkümmelöl: Enthält mehr Omega-6 als Omega-3 Fettsäuren, weshalb es sehr sparsam verwendet werden soll. Ist jedoch reich an essentielle Fettsäuren, die für den Körper als Futterbaustein für die Abwehrkraft, bei Allergien und bei Fell- und Hautproblemen wichtig sind. Stärkt das Immunsystem und hilft bei  Atemwegs- und Hauterkrankungen. Kann weiblichen Tieren in der Säugezeit verabreicht werden, um die Milchbildung positiv zu beeinflussen. (bis zu 10 Tropfen täglich)

 

Sojaöl: Enthält 2% Lecithin, Vitamin E, K, Phytosterine, Omega-3-Fettsäure (8 % Alpha-Linolensäure), sehr viele Omega 6 - Fettsäuren (Linolsäure 54%), alle essenziellen Aminosäuren, aber nur wenige gesättigte Fettsäuren. Soja kann Allergien auslösen und ist zudem auf grund der erhöhten Omega 6 Fettsäuren nicht unbedingt zur Fütterung geeignet.

 

Sonnenblumenöl: Enthält viel Vitamin E und etwa 35% einfach ungesättigte Fettsäure (Ölsäure), 60% zweifach ungesättigte Fettsäure (Linolsäure), Omega-6-Fettsäuren. Sollte nur raffiniert, nicht chemisch extrahiert sein. (1/2-3 Teelöffel täglich)

 

Traubenkernöl: Ist reich an essenziellen Fettsäuren und E-Vitaminen, unterstützt das Immunsystem, die Darmzellen, Fell, Haare und die Muskulatur. (5 Tropfen pro 10kg täglich)

 

Walnussöl: Enthält 3/4 mehrfach ungesättigte Fettsäuren, (60% Linolsäure, 13% Linolensäure) und 17% Ölsäure sowie Vitamin B, sowie einen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren! Walnussöl setzt sich aus Palmitin-, Linol-, Linolen- und Ölsäure zusammen und enthält außerdem die Vitamine B1, B2 und B6, die wichtige Gehirnfunktionen unterstützen und Gereiztheit sowie Konzentrationsschwächen vorbeugen. Cholin und Lecithin bauen den Botenstoff Acetylcholin auf. Dieser sorgt für die Signalübertragung, also dafür, dass das Zusammenspiel zwischen den Nervenzellen im Gehirn richtig funktioniert, weiter sind noch Vitamin E, Polyphenole, Selen, Kupfer, Zink und Magnesium enthalten. (2,5 - 10ml täglich)

 

Weizenkeimöl: Hat unter allen Ölen das höchste vorkommen an Vitamine E. Zudem enthält Weizenkeimöl Omega-3-Fettsäure, Omega-6-Fettsäuren (Ölsäure, Linol- und Linolensäure), Lecithin, Sterine, Vitamin D und Betacarotin. Doch Weizenkeim-Öl ist nicht nur gut für Haut und Fell, es regt auch die Durchblutung an, fördert den Stoffwechsel und steigert insgesamt das Wohlbefinden. (1-2 Tropfen pro kg)

 

 

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